Erasmus: Palmen, People, Porto?

Du überlegst noch, ob ja oder nein zum Erasmus-Austausch? Erasmus ist sehr beliebt und es steckt mehr als nur Party dahinter. Wir klären dich kurz auf: Das Ziel von Erasmus ist es, den Kulturaustausch zu fördern und jungen Menschen die Chance zu geben, im Ausland zu leben und zu lernen. Bewerben dürfen sich nur Studierende, die seit mindesten einem Jahr an einer Hochschule eingeschrieben sind. Die Idee ist es, dich mit monatlichen Zuschüssen und dem Erlassen der Studiengebühren finanziell zu unterstützen und es dir zu ermöglichen, dass deine Studienleistungen im Ausland ohne weiteres anerkannt werden. Wie du deinen Auslandsaufenthalt nutzt, bleibt dir überlassen. Von Party machen bis Studieren ist alles möglich. Im besten Fall kannst du nicht nur deine sprachlichen und fachlichen Fähigkeiten verbessern, sondern knüpfst auch viele neue internationale Kontakte. Im späteren Berufsleben wirst du deutlich davon profitieren. Es macht sich nicht nur gut auf deinem Lebenslauf, es wird dir auch mehr Selbstsicherheit geben, es dir erleichtern dich in neue Teams zu integrieren und mit den unterschiedlichsten Kollegen gut auszukommen. Einziger Nachteil: Es kann schon mal passieren, dass sich dein Studium um ein bis zwei Semester verlängert. Wir haben Fakten und Geschichten aus erster Hand über ein Auslandssemester in Porto. Annika von ALPHAJUMP hat die erste Hälfte des Jahres in Portugal verbracht und erzählt im Folgenden hautnah ihre Eindrücke und Erlebnisse.

Annika goes to Porto

Die Frage ob ich ein Auslandssemester machen würde hat sich mir nie gestellt. Von Anfang an war klar, Auslandssemester muss sein. Nur wo? Die Entscheidung nach Portugal zu gehen habe ich ganz rational getroffen, nach meinen 3 Schwerpunkten: Uni, Geld und Kultur. Die Universität sollte spannende Fächer, die zu meinem Studium passen anbieten, finanziell wollte ich keinen Kredit aufnehmen und kulturell wollte ich am liebsten in ein wärmeres Land in dem ich die Sprache nicht verstehe um mich selbst herauszufordern. Schnell war klar, dass ich in Europa bleiben würde, da ich dank der Erasmus+ Förderung und meinem Nebenjob die meisten Kosten direkt decken könnte. Ich hatte einige Länder zur Auswahl, aber ganz oben auf der Liste waren Tschechien und Portugal. Da mir Tschechien dann doch zu nahe an der Heimat war wurde es das wunderschöne Portugal.

Erasmus-porto

Porto: Liebe auf den ersten Blick

Da meine Hochschule eine Partnerschaft mit der ISCAP in Porto hatte, bin ich nach einem halben Jahr Vorbereitung am 12. Februar in Aeroporto Oporto gelandet. Mit nichts bepackt außer einem großen Rucksack wurde ich von meinem „Buddy“ Rita begrüßt und in meine Wohnung gefahren. Rita wurde mir von der ISCAP zugeteilt und hat mir während meines Aufenthaltes bei Fragen oder Schwierigkeiten immer zur Seite gestanden. Meine über Facebook gefundene Wohnung teilte ich mir mit einer Griechin und zwei Brasilianern – Jackpot! Zwar kommt man mit Englisch in Porto schon sehr weit, dennoch habe ich die Unterstützung meiner Mitbewohner sehr häufig in Anspruch genommen wenn ich zum Beispiel zum Optiker musste und das Englisch der Mitarbeiterin nicht ganz ausreichte.

Ich erinnere mich noch genau an meinen ersten Abend in der Innenstadt Portos. Super angebunden mit der Metro fuhren wir an die Station São Bento. Als wir die Rolltreppe hochfuhren habe ich mich mit meinen Mitbewohnern unterhalten und musste mitten im Satz stocken – Romantisch mit warmen Licht beleuchtet stand der wunderschöne Stadtbahnhof vor mir, sowie eine, in Portugal typischen, mit Fließen verzierte Kirche. Rechts und links kleine Gassen mit alten Häusern, die gefüllt mit Studentengruppen auf der Suche nach der nächsten Bar und spazierenden Pärchen auf dem Weg zum Fluss waren. Da Porto direkt am schönen Douro liegt sind die Straßen recht steil, aber die Anstrengung lohnt sich.

Für mich ist Porto eine der schönsten Städte Europas mit den kleinen Gassen, mit Wäsche behangenen Balkonen und dem traumhaften Weg von der Stadt bis hin zum Meer. Aber das Beste: Es ist zwar eine Großstadt mit reichlich Möglichkeiten abends feiern zu gehen und den Tag zu verbringen, dennoch sieht man außerhalb der Hauptsaison kaum Touristen.

Meine aufrichtige Meinung:

Porto ist ein Traum für Austauschstudenten. Man wird als Erasmus Student sehr unterstüauslandssemester-portotzt und es gibt zahlreiche Organisationen die Kurztrips, Partys und andere Events veranstalten. Egal wo du hingehst, du triffst überall Austauschstudenten und die internationale Atmosphäre und Gelassenheit kann man wohl in dieser Form sonst nirgends antreffen.

Mit mehreren Unis und Hochschulen ist hier fast jeder Studiengang vertreten. Die Vorlesungen waren vom Anspruch her zwar deutlich leichter als in Deutschland, dafür werden mehr Hausarbeiten geschrieben und Präsentationen gehalten. Aber wenn wir ehrlich sind, machen wir kein Auslandssemester um den ganzen Tag paukend in der Bib zu sitzen. Was du hier besonders lernst ist dich anzupassen, spontan zu sein, mit Menschen aus verschiedenen Kulturen zusammen zu leben und zu arbeiten, jeden erdenkbaren Akzent im Englischen zu verstehen und dich in einem völlig neuem Umfeld alleine zurecht zu finden.

Wohin und warum?

Hast du dich entschieden, deinen Hörsaal gegen die große weite Welt einzutauschen, kannst du dir deinen Studienort absolut frei auswählen innerhalb der Länder, die am Erasmus-Programm teilnehmen. Im Grunde brauchst du dich nur für eine Stadt und eine Universität zu entscheiden und dann das Bewerbungsformular ausfüllen. Doch wenn du 33 Länder zur Auswahl hast, ist das leichter gesagt als getan. Bei der Auswahl helfen kann dir die Erasmus-Map von Getyourguide. Eine Karte, die ganze 72 Universitäten und 67 Städte für dich bereithält. Mit ein paar Klicks kannst du ganz einfach nach deinen persönlichen Vorlieben filtern. Was ist dir wichtig? Die Miete, das kulturelle Angebot oder die Qualität der Universität? Vielleicht sind dir auch Infrastruktur und das Nachtleben wichtiger. Mit Hilfe der Karte kannst du eine Vorauswahl treffen. London, Madrid, Amsterdam – in welches Land wird dich dein Fernweh treiben?

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Erasmus: Palmen, People, Porto?
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Du überlegst über Erasmus ein Auslandssemester zu machen? Annika von ALPHAJUMP war hautnah dabei und erzählt von ihren Erlebnissen in Porto.
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