Zehn Jahre Bachelor und Master – Ein Grund zu feiern?

Mitte August feierte die Einführung der Bachelor- und Masterstudiengänge ihren 10. Geburtstag. Das hat die Diskussion über Sinn und Unsinn dieser Maßnahme natürlich wieder angestoßen. Zeit, ein paar dieser Diskussionspunkte einmal aufzugreifen.

Praxis- und Auslandserfahrung Fehlanzeige?

Während Bildungsministerin Schavan von einer erfolgreichen Entwicklung spricht, die vor allem dazu beigetragen hätte, die Studiendauer zu verkürzen, bleiben weiterhin Kritikpunkte an der Umsetzung der neuen Studiengänge. So bemängeln Unternehmen immer noch die unzureichende Praxiserfahrung der Absolventen, sie seien zwar theoretisch gut ausgebildet, jedoch fehle ihnen die praktische Vorbereitung auf das spätere Berufsleben. Eine recht erstaunliche Kritik hinsichtlich der Verankerung von Praxissemestern in vielen der neuen Studiengänge.

Weiterhin wurde eines der Hauptziele der BA-/MA-Einführung bisher noch nicht erreicht, nämlich den Studierenden verstärkt Auslandserfahrung während ihres Studiums zu ermöglichen. Dies sei vor allem auf die straff organisierten Module zurückzuführen, die den Studierenden in der Regelstudienzeit kaum Freiräume für solche Erfahrungen lassen.

Zu wenig Masterstudienplätze

Die geisteswissenschaftlichen Fächer hätten indes von der Umstellung profitiert, da diese Fächer nun durch die Neustrukturierung tatsächlich eine kürzere Studiendauer erzielten. Ob die Chancen auf einen Berufseinstieg mit einem Bachelor in den Geisteswissenschaften tatsächlich realistisch sind, bleibt jedoch zweifelhaft. Vermutlich wird der Großteil der Absolventen einen spezialisierten Master absolvieren müssen, um reelle Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu haben. Generell steigen wohl die wenigsten Bachelorabsolventen sofort ins Berufsleben ein, sondern wollen ihre Kenntnisse zunächst durch einen Masterstudiengang vertiefen, leider gibt es für sie jedoch noch nicht genügend Masterstudienplätze.

Das Beratungsbedürfnis der Studierenden, insbesondere der Erstsemester, hat jedenfalls stark zugenommen. In diesem Bereich mussten die Universitäten also deutlich das Personal aufstocken, um dem Andrang gerecht zu werden.

Studieninhalte vom Ende her durchdenken

Eine gute Anregung gibt Kevin Heidenreich, Leiter des Referats Hochschulpolitik beim Deutschen Industrie- und Handelskammertag, in einem ARD-Interview. Er sieht vor allem Nachbesserungsbedarf bei den Inhalten der BA-/MA-Studiengängen. Diese seien momentan zu stark in Abhängigkeit von den Lehrenden konzipiert und nicht – wie es im besten Fall sein sollte – in Abhängigkeit von den Anforderungen des späteren Berufslebens. Er plädiert dafür, die Studieninhalte vom Ende her zu durchdenken und sich an der Frage zu orientieren, was die Absolventen für ihre spätere Karriere, egal ob wissenschaftlich oder in der freien Wirtschaft,  für Kompetenzen benötigen. Dies scheint in jedem Fall ein sinnvoller Ansatz, der bei der Konzeption ganz neuer Studiengänge bereits umgesetzt wurde. Man darf gespannt sein, wie sich die Bachelor- und Masterstudiengänge in den nächsten zehn Jahren weiterentwickeln.

Was meint ihr – feiert ihr Bachelor und Master oder wünscht ihr euch die „alten“ Studiengänge zurück?

Wer weiterlesen möchte: Zwei interessante Interviews zu diesem Thema findet ihr auf der Seite der ARD-Tagesschau. Einmal das vielzitierte Interview mit dem Präsidenten der Hochschulrektoren Horst Hippler und außerdem das Interview mit Kevin Heidenreich vom DIHK.

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Semesterferien = Freizeit? Wie wäre es stattdessen mit einem Praktikum?

Endlich sind die Klausuren vorbei und die Semesterferien haben begonnen. Doch nicht auf alle Studierende wartet jetzt das süße Nichtstun – wie ein längst veraltetes Klischee vermuten lässt. In Zeiten der Bachelor- und Masterstudiengänge ist eines nämlich wichtiger denn je geworden: Praxiserfahrung. Und die erhalten die meisten Studenten durch Praktika. Meist ist das Absolvieren eines Praktikums sowieso in der Studienordnung vorgeschrieben. Die ganz Fleißigen machen aber auch gerne freiwillig ein oder gar mehrere Praktika.

Die Gründe für ein freiwilliges Praktikum liegen auf der Hand:


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Viele ungerade Wege führen zum Ziel

Gastbeitrag von Sarah Brötz, Projektkoordinatorin des Women Career Centers der Universität Koblenz-Landau am Campus Koblenz

Die letzten Prüfungen sind geschrieben, die Abschlussarbeit ist abgegeben, das Wort „Freizeit“ erlangt seine ursprüngliche Bedeutung wieder … und ein neuer Lebensabschnitt steht vor der Tür!

Neben der Euphorie und dem Stolz über das Geleistete beginnt sich ein wenig Unsicherheit breit zu machen. Wie soll und wird es nun weitergehen? Wie gestalte ich diesen neuen Abschnitt in meiner Biografie so, dass ich dorthin gelange, wo ich beruflich hin möchte? Und was ist, wenn ich das noch gar nicht so richtig weiß? Was ist, wenn mir erst jetzt klar wird, dass mich mein Studium als Mensch unglaublich weitergebracht hat, aber sich in der großen weiten Welt niemand dafür interessiert?
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PlayBook verwichtelt

Unser Gewinnspiel ist abgeschlossen und das PlayBook steht kurz vor der Übergabe an seinen neuen Besitzer. Wer es ist und welch schönen „Schrott“ wir gegen das PlayBook eintauschen, verraten wir an dieser Stelle noch nicht. Dafür erwarten euch bald Fotos von der Übergabe und dem Tauschgegenstand.

Über eure lebhafte Beteiligung, sei es als „Schrottwichtler“, als „Liker“ oder einfach nur als Fan von ALPHAJUMP, haben wir uns in jedem Fall sehr gefreut. Daher verspreche ich nicht zu viel, wenn ich euch garantiere, dass das sicher nicht unser letztes Gewinnspiel war.

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Mit einem Knaller ins neue Jahr

So darf 2012 gerne weitergehen! Mehr als 1000 Likes bei Facebook und wunderbare Schrottgeschenke – ihr habt euch wirklich ganz schön ins Zeug gelegt! Vielen Dank für eure rege Beteiligung!

Von Omas Fußpflegeset über springende, singende Plüschtiere, keramik-Kitsch par excellence bis hin zu nicht mehr so ganz jugendfreien Dingen war alles dabei. Und so manches Geschenk hat die Beziehung zwischen Männlein und Weiblein wohl ganz schön auf die Probe gestellt, wenn nicht sogar vollends zerstört.

Ab sofort startet das Voting. Denn ihr entscheidet per „Like“ über den Gewinner des BlackBerry PlayBooks! Je mehr Leute also euer Schrottgeschenk mögen, umso näher kommt ihr dem Tausch.

Ich persönlich habe meinen Favoriten ja schon entdeckt, auch wenn ich selbst natürlich nicht abstimmen darf. Aber ich würde mich natürlich köstlich amüsieren, wenn genau dieses Schrottgeschenk an Weihnachten verwichtelt würde. Vielleicht möchtet ihr ja raten, welches Geschenk es ist. Und nebenbei erwähnt habe ich selbst zu Weihnachten schon mein nächstes Schrottwichtelgeschenk bekommen – da fragt man sich doch machmal, was sich die Freunde dabei so gedacht haben …

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