Weihnachten: Andere Länder, andere Bäume?

Wie inzwischen so üblich, haben uns bereits die ersten Nikoläuse im Oktober aus den Regalen angeschaut. Ich frag mich jedes Mal, wer so bescheuert ist und sich bei 15 Grad nen Nikolaus in den Mund steckt? Aber gut, der Einzelhandel wird sich schon was dabei denken… Jetzt aber, wo wir den ersten Glühwein auf dem Weihnachtsmarkt getrunken haben, die Fenster mit bunten Lichterketten geschmückt sind und das Parkhaus ab 13 Uhr voll ist, kommt wirklich Weihnachtsstimmung auf. Was muss noch alles bis zum 24. Dezember erledigt werden? Plätzchen backen? Baum schmücken? Geschenke kaufen? Eine typisch deutsche Weihnachtsagenda! Aber wie sieht das eigentlich in anderen Ländern aus? Schmückt man in der Karibik seine Palme oder ist man in Afrika bei 30 Grad genüsslich den Schokoladen-Weihnachtsmann?

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Een Plesierige Kerfees!

In Afrika herrscht im Dezember absoluter Hochsommer. Auf Schnee wollen die Afrikaner aber trotzdem nicht verzichten und so werden in vielen Städten die Straßen mit Kunstschnee geschmückt. Auch die Häuser werden ähnlich wie bei uns mit Kugeln und Lichtern dekoriert. Allerdings ist das die Aufgabe der Kindern, genauso wie das putzen (den Brauch könnte man doch übernehmen?). Bei 30 Grad im Schatten bleibt die Lust auf Knödel, Gans oder Raclette eher aus. Dafür wird in Kenia traditionell eine Ziege geschlachtet und gemeinsam mit der Familie verspeist. In anderen afrikanischen Ländern ist es üblich, Fladenbrot, Hühnchen und Reis zu servieren. Wer von der Karnevalspause zu Weihnachten so gar nichts hält, der sollte nach Afrika zu den Ureinwohnern fliegen und mit denen Weihnachten verbringen. Singen und Tanzen steht hier auf der Weihnachts-Tagesordnung.

Kung His Hsin Nien bing Chu Shen Tan!

Frei nach dem Motto „Nicht Feiern ist auch keine Lösung“ nutzen die Chinesen den 24. Dezember, um mit Freunden durch Bars und Clubs zu ziehen. Das Christentum hat in China keine lange Geschichte, so ist den meisten Chinesen gar nicht bewusst, wofür Weihnachten eigentlich steht. Aber ist ja auch egal, Hauptsache man hat nen schönen Tag? Für die Chinesen ist es quasi ein Mix aus Valentinstag und Silvester. Hingegen sind die Shoppingcenter oft weihnachtlich dekoriert, wie man das aus deutschen Einkaufszentren kennt. Wie bereits erwähnt, nutzt man in China Weihnachten eher, um sich mit Freunden zu treffen. Dementsprechend hat Weihnachten in China nichts mit einem traditionellen Familienfest zu tun.

Feliz Navidad!

Wie sieht Weihnachten eigentlich auf der anderen Erdhalbkugel und auf einem anderen Kontinent aus? Gar nicht mal so unterschiedlich, wie man es sich vielleicht vorstellt… Abgesehen von den extrem unterschiedlichen Temperaturen in Argentinien (Weihnachten bei 40 °C in Badeshorts und unter Palmen) gibt es nur wenige, sehr feine Unterschiede: Da die Argentinier zu Recht für ihr Fleisch berühmt sind und hier sowieso sehr oft ein traditionelles ‚Asado‘ zubereitet wird, also die argentinische Art zu grillen, bietet sich dies an Weihnachten mit der gesamten Familie besonders an. Die Portion wird einfach sehr groß: Häufig kocht der Asador, also der Grillmeister, an solchen besonderen Gelegenheiten direkt über Stunden eine halbe Kuh (kein Scherz) während der Rest der Familie Beilagen und sonstiges vorbereiten. Um Mitternacht kommt dann Papa Noel, der Weihnachtsmann, und verteilt die Geschenke während man eigentlich immer ein kleines Feuerwerk in der Nachbarschaft bewundern kann.

weihnachten-deutschlandSo, da haben wir ja wieder was gelernt! Ich persönlich finde, dass alle Weihnachtstraditionen so ihre Vorzüge haben und könnte mir ein schönes Familienfest unter Palmen mit einem leckeren Asado auch gut vorstellen. Dank Globalisierung und Erderwärmung kann das ja noch kommen! In diesem Sinne: Fröhliche Weihnachten vom ALPHAJUMP-Team, Wham und Mariah Carey (nicht zu vergessen).

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