Schwierige Kollegen: 9 Typen mit Konfliktpotenzial

Schwierige Kollegen

Wie heißt es doch so schön? „Die Familie kann man sich nicht aussuchen.“ Die Kollegen mit denen man arbeitet allerdings auch nicht. Natürlich werben alle Unternehmen mit einem super Team, aber dass das häufig nicht der Realität entspricht, dürfte uns wohl allen klar sein. Da heißt es dann Zähne zusammen beißen und durch. Damit aber nicht jeder Tag im Büro zur emotionalen Grenzerfahrung wird, muss man sich nur die richtige Taktik für den Umgang mit den schwierigen Kollegen zurechtlegen. Denn wenn man das Problem ignoriert oder falsch angeht kann das negative Konsequenzen auf die eigene oder allgemeine Performance im Job haben. Zusätzlich schwächt es die Motivation und den Willen überhaupt zur Arbeit zu gehen. Und am Ende des Tages verbringt man mehr Zeit damit, sich über die nervigen Kollegen aufzuregen, als damit sich vom stressigen Arbeitstag zu erholen. Darum stellen wir Euch hier einmal die verschiedenen Typen der schwierigen Arbeitskollegen vor und bieten Euch außerdem Tipps für den richtigen Umgang mit schwierigen Kollegen.

Schwierige Kollegen: Diese Typen gibt es

  1. Der Choleriker: Reagiert immer über und flippt schon bei jeder Kleinigkeit völlig aus.
  2. Der Verräter: Die Petze, die sich bei den Vorgesetzten einschleimt und nur darauf wartet andere in die Pfanne zu hauen, um selbst besser dazustehen.
  3. Das Faultier: Um keine Ausrede verlegen wenn es darum geht den Arbeitsaufwand zu minimieren.
  4. Der Neidische: Kompensiert sein schlechtes Selbstwertgefühl damit sich ununterbrochen mit anderen zu vergleichen und kann seinen Neid kaum verbergen.
  5. Der Besserwisser: Nein, er hat das nicht studiert, weiß aber trotzdem alles und zwar restlos ALLES besser und teilt das seinen Kollegen auch sehr gerne mit.
  6. Die Tratschtante: Besser informiert als die Bunte. Weiß genau wer welchen Dreck am Stecken hat und wenn nicht, dann wird einfach mal wild drauf los spekuliert.
  7. Der Einzelgänger: Schlägt sich lieber als Einzelkämpfer durch den Arbeitsalltag anstatt sich in das Team einzugliedern.
  8. Der Schleimer: Fachterminus: „Arschkriecher”, Vorkommen: Büro, bevorzugt in nächster Umgebung zu Vorgesetzten, Erkennungsmerkmal: schmückt sich gerne mit den Federn anderer.
  9. Der Nörgler: Beschwert sich mehr als dass er tatsächlich arbeitet und zieht damit direkt für alle die Laune in den Keller.

Umgang mit schwierigen Kollegen im Büro

Choleriker: Seine Angriffslust am besten so wenig wie möglich stillen. Das bedeutet im Klartext: einen freundlichen Umgangston bewahren, möglichst die eigene Ruhe bewahren, Provokationen ignorieren, bei einer völligen Eskalation auch mal den Raum verlassen. Hier kann auch das komplette Gegenteil helfen: respektvoll die Stirn bieten. Ein klares Widerwort kann diesen Hardliner schon mal aus dem Konzept bringen. In jedem Fall gilt: dem Choleriker sollte man immer mit Ruhe und Abstand begegnen (eventuell auch tatsächlichem körperlichen Abstand, falls er mit Sachen um sich wirft).

Verräter: Er erinnert ein bisschen an das nervige Läster- und Intrigenverhalten von 13-jährigen Teenie Mädchen. Hier bietet sich die direkte Konfrontation an. Ihm ganz klar mitteilen dass seine Intrigen aufgeflogen sind und dass ein solches Verhalten nicht geduldet wird. Außerdem sollte man ganz genau darauf achten, welche Informationen man mit diesem schwierigen Kollegen teilen sollte und welche nicht. Und immer sachlich bleiben.

Schwierige Kollegen im Büro

Faultier: Schiebt Deadlines gerne vor sich hin, ignoriert gepflegt den fast schon antiken schiefen Turm der Büroakten auf seinem Schreibtisch und hilft seinen Kollegen garantiert nicht, wenn es bedeutet sich damit zusätzliche Arbeit aufzuhalsen. Da heißt die Devise: offen und klar kommunizieren dass es jetzt an ihm ist eine bestimmte Aufgabe zu erfüllen. Außerdem sollte man das Verhalten nicht fördern indem man kontinuierlich für ihn einspringt und ihm aus der Patsche hilft. (In die er garantiert auf Grund seiner Faulheit des Öfteren gerät.)

Neidische: Entweder agiert er wie ein kleiner Schoßhund der es kaum erwarten kann ein Lob oder Kompliment zu erhalten, oder er ist eher mürrisch befangen wenn anderen etwas Gutes zustößt. Dementsprechend kann man die narzisstische Seite entweder befriedigen indem man die Dinge, die man tatsächlich gut findet, lobt oder in dem man frech in die Offensive geht und deutlich fragt: „Hätteste wohl auch jerne, wa?“ Zugegeben: vielleicht arbeitet Ihr eine etwas angemessenere Formulierung aus.

Besserwisser: Bereichert den Arbeitstag seiner Kollegen nicht nur mit spannenden „Fun Facts“ über alles nur Erdenkliche. Er hat auch für jede Aufgabe einen praktischen Tipp parat, egal ob man danach fragt oder nicht. Man kann ihm durch die Blume Parole bieten, indem man des Öfteren etwas spitz nachfragt: „Sie haben da doch sicherlich noch etwas hinzuzufügen?“ oder „Wer hat noch etwas beizutragen …Herr SoUndSoBesserwisser?“. Zugegeben etwas passiv-aggressiv, aber so dürfte dem Besserwisser bald dämmern, dass Zuhören eine gute Alternative zum ständigen Vorträge halten ist. Alternativ lässt sich dieser Typ auch einfach ignorieren.

Tratschtante: Hat sicherlich ihren Unterhaltungs- und Informationswert. Darf aber auch nicht unterschätzt werden. Denn schnell wird aus harmlosem Tratsch Gehässigkeit und Unruhestiftung und kann auch in Mobbing übergehen. Tratschen kann auch Auswirkungen auf die Teamdynamik haben, wenn jeder ständig befürchten muss der nächste Gesprächsgegenstand zu werden. Am besten also den Tratsch einfach ignorieren und sich nicht darauf einlassen. Auch gerne sagen dass man kein Interesse an den Privatangelegenheiten der Kollegen hat.

Einzelgänger: Nicht jeder ist für Teamarbeit geschaffen. Schwierig wird es erst, wenn sich jemand immer zurückzieht und verweigert. Hier können beispielsweise feste Kurzmeetings helfen, bei denen man sich über Arbeitsfortschritte austauscht. So bekommt man ihn dazu wichtige Informationen auszutauschen. Danach kann er wieder beruhigt in sein Schneckenhäuschen zurückkriechen.

Teamwork

Schleimer: Äußerst unbeliebter Geselle. Bei ihm sollte man unbedingt Details erfragen, denn spätestens damit entlarvt man ihn, wenn er die Ideen anderer als seine eigenen ausgibt. Außerdem auch darauf achten welche Informationen man mit ihm teilt, denn der Sprung zum „Verräter“ oder zur „Tratschtante“ ist für ihn nicht weit.

Nörgler: Grundsätzlich ist alles schlimm. Das Weltgeschehen, das Privatleben und insbesondere der Büroalltag. Ein absoluter Launekiller, der jede Idee oder Neuerung erst mal mit 10 Negativprognosen niederschmettert. Und sowieso sind alle Vorgesetzte genauso ätzend wie die Kunden und eigentlich auch die Kollegen. Es kann helfen einmal konkret nachzuhaken: „Warum ist denn das jetzt so schlimm?“ oder kurz und sachlich widersprechen. Nur nicht in die Negativ-Spirale mitziehen lassen!

Machen wir uns nichts vor: wir werden die Menschen in unserer Umgebung nicht grundsätzlich ändern können. Und den Versuch sollte man auch nicht unternehmen. Eine sachliche und ruhige Konfrontation kann manchmal Abhilfe leisten, aber die grundlegenden Wesenszüge einer anderen Person kann man dadurch in den seltensten Fällen erzielen. Trotzdem gilt es auch in heiklen Situationen, also im Umgang mit schwierigen Kollegen die Ruhe zu bewahren und sich respektvoll zu verhalten. Und immer versuchen sich nicht emotional einbinden zu lassen, sondern den gebührenden Abstand zu bewahren. Fragt Euch zwischendurch, ob der Kollege wirklich so unausstehlich ist oder ob man nicht einfach innerlich über sein Verhalten lachen und es dabei belassen kann. Besonders heikel wird die Situation, wenn der Workflow beeinflusst wird und der Unmut letztlich auch dem Chef auffällt. Dann ist es auch an der Zeit Mitarbeitergespräche zu führen und die Konflikte im Team zu beseitigen, damit die Mitarbeitermotivation wieder steigt und der Arbeitsalltag wieder in geregelten Bahnen verlaufen kann.

Euer ALPHAJUMP-Blog-Team

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Schwierige Kollegen: 9 Typen und der richtige Konfliktumgang
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Schwierige Kollegen sind ein Herausforderung am Arbeitsplatz und bieten Konfliktpotenzial. Wir haben die Typen identifiziert und helfen Euch im Umgang mit ihnen.
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