Was der Pokémon Go! Hype und die Jobsuche gemeinsam haben

Pokémon Go! ist momentan der absolute Renner. In kürzester Zeit hat das Spiel die Suchtzentren in unseren Gehirnen erobert und dem „Jugendwort des Jahres“ 2015 „Smombie“ direkt eine ganz neue Dimension verliehen.

Pokemon Go und deine Jobsuche

Vom 01.bis 17. Juli hat das Spiel mehr als 13,2 Millionen Erwähnungen im Netz generiert (wired.de) und die iOS-App ist innerhalb von 13 Stunden auf Platz 1 im App Store geschossen (t3n.de). Das klingt vielleicht zunächst unfassbar, aber auch nur so lange bis man sich mal selbst lange genug vom Smartphone loslöst und sich in der Gegend umschaut. Überall das gleiche Bild: lauter Gleichgesinnte (“Gleichbekloppte”), die mit von sich gestrecktem Handy, irgendwo runterfallen oder gegen Mülltonnen und Laternen laufen und sich dann betreten umschauen, ob jemand die Peinlichkeit beobachtet hat. Die Sorge können wir Euch nehmen. Niemand hat es gesehen, man ist ja auch mit besserem beschäftigt, weil die Pokébälle langsam zu Neige gehen und dahinten ist ein Pokéstop!

Für alle die das Spiel noch nicht kennen (ja, da mussten wir in der Redaktion auch einmal kurz Lachen…)…

Kurze Spielanleitung zu Pokémon Go:

Über ein Smartphone oder Tablet schlüpfen User in diesem Augmented-Reality-Game in die Rolle von Pokémon-Trainern. Deren Aufgabe ist es kleine Monster (Pocket Monster: kurz Pokémon) mit Hilfe sogenannter Pokébälle zu fangen und zu trainieren, um anschließend mit ihnen in Arenen gegen andere Spieler anzutreten.

Nach der anfänglichen Begeisterung folgt dann langsam aber auch der reality check und es hagelt reihenweise Kritik und Warnungen. Insbesondere seit sich Berichte von Unfällen und Verletzungen zahlreicher Gamer häufen, die so vom Spiel gefesselt waren, dass sie nicht auf Ihr Umfeld geachtet haben. Dabei warnt einen die App bereits beim Start: „Bleib wachsam. Behalte immer deine Umgebung im Auge!“

Anstatt jetzt einen Crashkurs im angemessenen Umgang mit dem Smartphone oder spielen im Allgemeinen zu geben, haben wir uns dazu entschlossen der Frage nachzugehen, welche schlauen Erkenntnisse man denn von Pokémon Go! ins reale Leben, insbesondere auf die Jobsuche, ziehen kann.

Vier Erkenntnisse aus Pokémon Go! von denen wir bei der Jobsuche profitieren

„Bleib wachsam. Behalte immer deine Umgebung im Auge!“

Leichter gesagt als getan, wenn man wie hypnotisiert auf das Smartphone gafft. Nicht dass wir das nicht bereits vor dem Erscheinen von Pokémon Go! gemacht hätten. Aber die übergeordnete Botschaft lautet hier ganz klar: Befreit Euch vom Tunnelblick! Viele greifen bei Ihrer Jobsuche immer wieder zu den gleichen Jobtiteln. Bei der teilweisen Sintflut an Stellenangeboten im Internet verliert man ganz leicht den Überblick und versucht daher sich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Dabei können Bewerbern aber auch viele Jobs entgehen die super zu deren Bewerberprofil passen würden.

Unser Rat lautet daher: Schaut über den Bewerbungsmappenrand hinaus und informiert Euch genau welche Aufgabenbereiche hinter den Berufsbezeichnungen stecken, insbesondere wenn es sich um englische Jobtitel handelt.

Viel Aufwand für nichts? Nein! Glaub an Dich und halte durch!

Man rennt so lange wie bekloppt durch die Gegend, um ein Ei auszubrüten, dass man sich schon fast fit für einen Halbmarathon fühlt und womit wird man am Ende „belohnt“? Ganz recht! Mit einem super seltenen Taubsi oder einem total raren Zubat. Da steigt der Frustpegel mal ganz schnell auf das gleiche Level wie in der Weihnachtszeit, wenn man zum 105ten mal von Wham! mit „Last Christmas“ malträtiert wird. Dann heißt es die Contenance wahren und nicht das teure Handy gegen die nächstbeste Wand zu werfen. Gleiches gilt bei der Jobsuche für den Bewerbungsprozess. Viele Bewerber schlagen sich mit zahllosen Absagen oder langen Reaktionszeiten seitens der Unternehmen herum. Aber das gehört nun mal leider dazu. Da hilft nur: Zähne zusammenbeißen, sich damit trösten, dass es anderen genauso geht und durch! Man fängt ja schließlich auch kein Bisaflor (#3) am ersten Tag. (Wir haben uns sagen lassen, dies sei ein so seltenes Pokémon, dass es schon legendär ist.)

Unser Rat lautet daher: Glaubt an Euch. Wenn Ihr Euch die Mühe macht und Euch aus Überzeugung beworben habt, dann habt auch die Geduld und lasst den Unternehmen etwas Zeit für die Bearbeitung der Bewerbung. Die Faustregel heißt 2-6 Wochen warten. Nachfragen und Nachfassen ist dann aber legitim: Ein persönlicher Kontakt per Telefon ist immer empfehlenswert und mit einer guten Vorbereitung stellt ihr die richtigen Fragen und könnt höflich einen guten Eindruck hinterlassen.

„Schnapp sie Dir alle!“ – Niemals aufgeben!

Apropos seltene Pokémon. Kennt Ihr das auch? Den perfekten Traumjob zu finden, scheint fast so unwahrscheinlich zu sein, wie alle oder ein besonderes Pokémon zu fangen, anstatt das 50ste Taubsi. Klar, es gibt mehr als 150 Pokémon aber warum sollte man auch derjenige sein der ein Ditto (#132), ein Arktos (#144) oder geschweige denn ein Mew (#151) fängt? Ganz einfach: weil man es sich mit harter Arbeit verdient hat! Das bedeutet auch bereits während dem Studium durch Praktika, Projektarbeiten, Werkstudentenjobs oder andere sinnvolle Nebenjobs den Lebenslauf aufzupolieren und Praxiserfahrung zu sammeln. Im späteren Bewerbungsprozess muss man eventuell Nerven aus Stahl entwickeln, aber nach der ersten Absage direkt aufgeben kann ja schließlich nicht die Lösung sein.

Wir raten Euch daher: Ziel nicht aus den Augen verlieren! Egal ob Euer Fokus dabei auf dem Traumjob mit tollen Aufgabenbereichen liegt oder Euch das spätere Gehalt motivieren.

Verlockenden Trends und Hypes folgen

Zugegeben, einen Hype in dem Ausmaß wie Pokémon Go! ihn ausgelöst hat, gab es schon eine Weile nicht mehr. Aber mal ganz ehrlich, kommen wir uns nicht schon ein bisschen behämmert vor, wenn wir bei Omas 80stem Geburtstag versuchen den Sitzplatz neben dem 12-jährigen Großcousin zu ergattern, um uns Tipps und Tricks für einen schnelleren Levelaufstieg zu holen?

Auch in der akademischen Ausbildung sind Trends bei der Beliebtheit der Studiengänge immer wieder ganz deutlich zu erkennen. Unangefochten auf Platz eins liegt BWL, dicht gefolgt von Maschinenbau und dem Rechtswesen (Jura). (Quelle: bpb.de) Wer sich unsicher ist welche berufliche Laufbahn er einschlagen möchte, kann sich leicht einmal dazu hinreißen lassen, einem solchen Studiengangs-Hype zu folgen. Das birgt natürlich die Gefahr am Ende des Studiums mit dreiviertel der Gesamtstudierenden aus ganz Deutschland auf einem übersättigten Markt um Jobs zu konkurrieren. Es kann aber auch bedeuten, dass man sich nicht lange genug mit dem Thema beschäftigt hat und gegebenenfalls das Studium abbricht oder im worst case scenario, einen Job ausübt durch den man sich täglich durchquälen muss.

Die Devise lautet also: Trends genau hinterfragen und keine übereilten Entscheidungen treffen!

Ob man Pokémon Go! nun als Quelle für Lebensweisheiten nutzen sollte, lassen wir mal dahingestellt.

Fakt ist: das Spiel ist mindestens genauso unterhaltsam wie der begleitende Gag-Storm im Netz. Wir verabschieden uns einfach mit einem semi-ernstgemeinten „Go(tta) catch ‘em all!“ und wünschen Euch viel Spaß beim Spielen und viel Erfolg beim Bewerben!

Euer ALPHAJUMP-Blog-Team

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Wir sind der Frage nachgegangen, welche schlauen Erkenntnisse man denn von Pokémon Go! ins reale Leben, insbesondere auf die Jobsuche ziehen kann.
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