Eine Idee braucht kreative Köpfe, die sie umsetzen | Part 1

Stellt euch vor, ein Student ist auf Praktikumssuche. Er möchte seine im Studium erlernten Fähigkeiten jedoch nicht in ein großes Unternehmen einbringen, weil er dort doch nur eine „Nummer unter vielen“ wäre. Er interessiert sich vielmehr für ein Praktikum bei einem regionalen Unternehmen, bei dem er in seinem Interessensgebiet mitarbeiten kann und unmittelbar in unternehmensinterne Prozesse eingebunden wird. Doch wie soll er eine solche Praktikumsstelle finden? Denn nur durch umfangreiche Internetrecherchen sind passende Unternehmen – wenn überhaupt – zu finden. Und hat er endlich eins gefunden, muss er erst einmal Kontakt aufnehmen, um zu erfahren, ob überhaupt ein Praktikumsplatz für ihn frei ist. Aber wo fragt er nach, und auf welche Weise ist dies überhaupt erwünscht? Wie schafft er mit seiner Anfrage eine Punktlandung? Ohne diesen Aufwand würde das Unternehmen vielleicht nie erfahren, dass es eben jenen hoch motivierten Studenten gibt. Stattdessen veröffentlicht es in zeitaufwendiger Arbeit über diverse Kanäle Stellenausschreibungen, die letztlich doch nicht die Zielgruppe erreichen.

Auf dieser Geschichte basiert die Grundidee von ALPHAJUMP. Denn die beiden Gründer Mario Bauer und Torben Bohr erkannten genau dieses Problem: Es gibt keine konkrete Anlaufstelle – weder für Studierende noch für mittelständische Unternehmen –, die es ermöglicht, dass Studierende und Unternehmen auf schnellem Weg Kontakt zueinander aufnehmen können. Ein Netzwerk speziell für diese Zielgruppe sollte die Lösung sein, aber eins, in dem Privates und Berufliches voneinander getrennt sind. Also konzipierten sie ALPHAJUMP, das Business-Netzwerk für Studierende, Unternehmen und Hochschulen. Die Idee ist schnell gewachsen. Diverse Präsentationen, unter anderem an der Universität Koblenz-Landau und an der Fachhochschule Koblenz, folgten. Auf Hochschulmessen und Personalveranstaltungen kamen immer mehr Erfahrungen im Gespräch mit Studierenden, Unternehmen und Professoren zusammen, die bei der Konzeption umgesetzt wurden. Bei einem Wettbewerb der University of Austin/Texas gewinnen beide schließlich den Preis für den besten Business-Plan und erhalten so Bestätigung für ihr theoretisches Wissen.

Doch da Theorie allein nicht ausreicht, geht das Netzwerk ALPHAJUMP im Juni 2011 online. Seitdem ist es immer weiter gewachsen. Auch wenn momentan der Fokus noch verstärkt auf der Region Koblenz liegt, so ist das erklärte Ziel des gesamten Teams, das Netzwerk deutschlandweit zu etablieren.

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1 Kommentar zu “Eine Idee braucht kreative Köpfe, die sie umsetzen | Part 1”

  • Genau diese unübliche Denkweise wollen wir mit dem Netzwerk auch anregen. Denn Studierende haben es trotz des überall zu vernehmenden Fachkräftemangels immer noch schwer, adäquate Stellen zu finden. Haben Sie denn Erfahrungen in diesem Bereich gemacht? Und was genau würden Sie unter dem “üblichen Tenor” verstehen?

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