Karriere-Linktipps im März

Was für ein grauer, kalter März – der April wird besser, da sind wir zuversichtlich! Bis es so weit ist, könnt ihr euch die Zeit ein wenig mit unseren Linktipps vertreiben.

Ein interessanter Artikel zur fast schon „sagenumwobenen“ Generation Y: gemeint sind damit die Jahrgänge der in den 80ern Geborenen. Was sie ausmacht und ob ihr euch darin wiederfindet, lest ihr in dem Zeit-Artikel.

Mit dem Thema Quereinsteig hat sich auch der bewerberblog beschäftigt, auch wenn die Autorin die Chancen für Quereinsteiger nicht ganz so hoch einschätzt, wie wir das tun.


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Abschlussarbeit als Berufseinstieg

Sie sind sozusagen die Königsdisziplinen des Studiums – die Bachelor- und Masterarbeit. Semesterlang hat man darauf hingearbeitet und steht nun vor der Herausforderung, sich selbst und seinem Umfeld zu beweisen, dass man in der Lage ist, mit den im Studium erlernten Fähigkeiten eine wissenschaftliche Fragestellung selbstständig zu bearbeiten. Neben den Überlegungen, in welchem Themenbereich und bei welchem Betreuer die Arbeit geschrieben werden soll, lohnt es sich auch, über einen weiteren Punkt nachzudenken: die Abschlussarbeit in einem Unternehmen zu schreiben.

Diese Möglichkeit beinhaltet Vorteile für beide Seiten. Unternehmen profitieren von dem theorieorientierten Wissen und der Außensicht, die Studierende mitbringen. Studierende erhalten nicht nur einen Einblick in ein Unternehmen, sondern haben auch die Chance auf einen direkten Einstieg in den Job. Aber selbst wenn das nicht klappt, so ist die positive Wirkung im Lebenslauf garantiert und man hat erste wichtige Kontakte geknüpft.

Wem die Suche nach einem geeigneten Unternehmen zu aufwändig erscheint, wird überrascht sein, wie viele Unternehmen gerne dazu bereit sind, Studierende während ihrer Abschlussphase zu betreuen. Auch die Unternehmen auf ALPHAJUMP suchen immer wieder nach angehenden Absolventen, die im Rahmen ihrer Arbeit ein für das Unternehmen relevantes Thema bearbeiten. Schaut einfach auf den Karriereseiten der Unternehmen bei den Basisangaben unter “Mehr” nach, dort steht, wenn generell Abschlussarbeiten angeboten werden. Ist dies der Fall, könnt ihr das Unternehmen jederzeit kontaktieren, wenn ihr interessiert seid.

Bevor ihr bei einem konkreten Unternehmen anfragt, solltet ihr natürlich mit eurem Betreuer absprechen, ob er mit dieser praxisnahen Lösung einverstanden ist und welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen. Denn eure große Herausforderung wird es sein, die Interessen des Unternehmens, die eures Betreuers sowie eure eigenen miteinander zu vereinbaren. Die Rahmenbedingungen zwischen euch und dem Unternehmen solltet ihr in jedem Fall schriftlich festhalten. Wichtige Vertragsgegenstände sind dabei:

  •     Das Thema der Arbeit
  •     Was erwartet das Unternehmen von der Abschlussarbeit?
  •     Welche Konsequenzen treten ein, wenn die vereinbarten Ziele nicht erreicht werden?
  •     Für welchen Zeitraum wird die Bearbeitung festgelegt?
  •     Wie sieht der Arbeitsplan aus?
  •     Wer ist während der Bearbeitungszeit Ansprechpartner im Unternehmen?
  •     Wer hat die Rechte an den Ergebnissen?
  •     Wie hoch ist die Vergütung?

Dabei solltet ihr auf jeden Fall bedenken, dass ihr die Rechte eurer Arbeit im Normalfall an das Unternehmen abtretet, denn dieses möchte mit euren Ergebnissen ja auch weiterarbeiten.

Wir wünschen euch viel Erfolg!

Euer ALPHAJUMP-Team

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Praxiserfahrung während des Studiums – na klar!

Dauerhaft ein Studium zu finanzieren, ist keine leichte Aufgabe. Neben BAfÖG, Studienkrediten oder der Unterstützung durch die Eltern müssen viele Studierende einen Nebenjob ausüben, um sich etwas dazuzuverdienen, einige bestreiten ihren Lebensunterhalt auch vollständig durch einen Nebenerwerb. Für die Betroffenen stellt dies eine zusätzliche Belastung dar, die sich in den allermeisten Fällen auch auf die Dauer des Studiums auswirkt. Doch das muss nicht von Nachteil sein, denn Unternehmen bewerten Bewerber, die während ihres Studiums einer Nebentätigkeit nachgegangen sind, eher positiv. So zeugt dies doch von einem hohen Maß an Organisationsfähigkeit und Selbstständigkeit.

Nebenjob zum eigenen Vorteil nutzen

Je früher einem dieser Umstand bewusst wird, umso besser kann man ihn für sich nutzen. Denn wenn schon ein Kellnerjob positiv wirkt, dann wirkt ein Nebenjob mit Bezug zum Studium doppelt! Und es ist gar nicht so schwer wie befürchtet, einen solchen Job zu finden. Denn die Unternehmen sind mehr denn je darauf bedacht, Studierende möglichst schon während ihres Studiums kennenzulernen, um sie auf ihren ersten Schritten im Berufsleben begleiten und eventuell nach ihrem Abschluss direkt übernehmen zu können.

Noch wichtiger wird dieser Aspekt natürlich im Hinblick auf euer Praxissemester, welches mittlerweile in vielen Studiengängen verpflichtend ist. Selbst wenn dieses erst für ein höheres Semester vorgesehen ist, solltet ihr euch darüber schon frühzeitig Gedanken machen. Welche Bereiche eures Studienfaches reizen euch besonders, wo liegen eure Stärken im Studium, welchen Berufszweig könntet ihr euch vorstellen? Wenn ihr euch darüber im Klaren seid, müsst ihr noch das passende Unternehmen zu euren Vorstellungen finden.

Der praktische Weg – Berufserfahrung in der Region sammeln

Auch wenn es vielleicht reizvoll ist, in einer größeren Stadt das Praxissemester zu absolvieren, so ist dies nicht immer praktikabel. Denn neben dem Wohnungsproblem stellt sich vor allem auch die Frage der Finanzierung. Zwar ist die Bezahlung vonseiten der Unternehmen für ein Praktikum besser geworden, jedoch reichen 400-600 Euro im Monat nicht aus, um zum Beispiel in München oder Frankfurt um die Runden zu kommen. Um dies zu umgehen, lohnt es sich daher gerade in ländlicheren Regionen auf die Suche nach interessanten Unternehmen in der unmittelbaren Umgebung zu gehen. Als Hilfestellung bietet ALPHAJUMP zu diesem Problem beispielsweise die „Stellenanzeigen aus der Region“. Damit könnt ihr euch über das Profil eurer Hochschule Angebote aus eurer Region anzeigen lassen.

Früh geplant ist halb gewonnen

In vielen Studienbereichen ist es leider nicht so einfach, ein Unternehmen zu finden, das den eigenen Anforderungen und Vorstellungen entspricht. Die direkten Kommunikationswege zu interessanten Arbeitgebern sind meist noch nicht ausreichend ausgebaut, viele Unternehmen beginnen erst jetzt im Zuge des zunehmenden Fachkräftemangels, sich über die Ansprache von Studierenden hinsichtlich eines Praktikums Gedanken zu machen. Für euch bedeutet das eine umfangreiche Recherchearbeit, mit der ihr euch nicht erst kurz vor eurem Praxissemester beschäftigen solltet. Die Gefahr ist dann sehr groß, dass ihr aufgrund des Zeitmangels einen Praktikumsplatz annehmen müsst, der in eine ganz andere Richtung geht als erhofft.

Daher lohnt es sich, kontinuierlich und immer wieder Ausschau nach Unternehmen zu halten, die für eure Ziele infrage kommen. Diese könnt ihr dann über längere Zeit beobachten, vielleicht sogar schon einmal erste Kontakte knüpfen und so herausfinden, ob ein Praktikum dort tatsächlich das Richtige ist und euren Vorstellungen entspricht. Manche Unternehmen stellen auch Praktikumsberichte auf ihren Internetseiten ein. Alternativ ist eine Suche auf der Seite für Arbeitgeberbewertungen kununu ebenfalls hilfreich, um ein Unternehmen einmal aus der Arbeitnehmer- oder Praktikantenperspektive kennenzulernen. Und natürlich findet ihr auch auf ALPHAJUMP ständig neue Unternehmen, die an Studierenden interessiert sind.

Viel Erfolg wünscht euch euer ALPHAJUMP-Team

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Wie gelingt der Quereinstieg?

In unserer Rubrik „Außergewöhnliche Arbeitgeber“ ist auch eine Frage aufgeführt, wie die Chancen für Quereinsteiger in dem jeweiligen Unternehmen aussehen. Mit dieser Frage wollen wir euch zeigen, dass viele Unternehmen offen gegenüber Initiativbewerbungen sind. Ein grundsätzliches Interesse und ein Bezug zu den Leistungen und Produkten eines Unternehmens sollten zwar vorhanden sein, aber sind diese Voraussetzungen erfüllt, stehen die Chancen für den Erfolg einer Initiativbewerbung gut.

Initiative zeigen – im wörtlichen Sinn

Eines der Unternehmen auf ALPHAJUMP hat euer Interesse geweckt, aber aktuell keine passende Stelle ausgeschrieben – dann ergreift doch selbst die Initiative! Zunächst solltet ihr euch auf jeden Fall weitere Informationen einholen. Einen ersten Überblick erhaltet ihr über das Unternehmensprofil auf ALPHAJUMP, dort findet ihr nicht nur die Eckdaten wie Unternehmensgröße und Standorte, sondern gewinnt über die Beschreibung auch einen ersten Eindruck von den Unternehmenswerten. Dennoch solltet ihr darüber hinaus auch die unternehmenseigene Internetseite besuchen und euch hier noch näher informieren. Eure Recherche solltet ihr dabei vor allem auf nachfolgende Dinge konzentrieren:

  • Geschäftsbereiche des Unternehmens
  • Eventuelle Verbindungen zu anderen Unternehmen (Mutter, Tochter, Konzern)
  • Unternehmensphilosophie und -selbstverständnis

Wenn ihr nun weiterhin davon überzeugt seid, dass dieses Unternehmen der richtige Arbeitgeber für euch ist, seid ihr von der Initiativbewerbung über ALPHAJUMP nicht mehr weit entfernt. Zunächst einmal solltet ihr eure Profilangaben überprüfen – ist euer Profilfoto für eine Bewerbung geeignet, haben sich Angaben verändert, sind vielleicht neue Kompetenzen hinzugekommen? Anschließend könnt ihr dann euren Lebenslauf automatisch generieren oder aktualisieren. Habt ihr schon ein Motivationsschreiben verfasst? Wenn nicht, gibt es in unserem Artikel zum Thema Motivationsschreiben Tipps, wie dieses aussehen sollte.

Wichtig ist: die richtige Ansprache

Bevor ihr nun das Unternehmen über das Unternehmensprofil auf ALPHAJUMP kontaktiert, könnt ihr in der Nachricht das Feld „Thema“ auswählen und dort „Initiativbewerbung“ angeben. Damit gebt ihr dem Unternehmen automatisch eine Freigabe zu euren Unterlagen, also eurem Profil, Lebenslauf und Motivationsschreiben.

In eurer Nachricht solltet ihr dann aber noch ein paar Dinge bezüglich der Ansprache beachten. Denn auch wenn der Ansprechpartner des Unternehmens eure Kompetenzen aus eurem Profil ersehen kann, wirkt eine zusätzliche persönliche Nachricht sehr positiv. Folgende Fragen solltet ihr möglichst darin beantworten:

  • Warum seid ihr an einer Beschäftigung im Unternehmen interessiert?
  • Welchen Beitrag zum Erfolg des Unternehmens könnt ihr aus eurer Sicht leisten?
  • Welche Aufgabe könntet ihr euch im Unternehmen vorstellen?
  • Was begeistert euch an dem Unternehmen?

Mit dem Absenden der Nachricht ist eure Initiativbewerbung abgeschlossen. Und – das ist einer der großen Vorteile des Karrierenetzwerkes – ihr müsst nicht lange auf eine Antwort warten. Schon nach kurzer Zeit steht ihr in Kontakt mit dem Unternehmen. Und selbst wenn es auf Anhieb mit der Initiativbewerbung nicht klappen sollte, habt ihr euch immerhin ins Gespräch gebracht – vielleicht kann euch das Unternehmen ja zu einem späteren Zeitpunkt ein Angebot machen.

Wir arbeiten gerade an neuen Funktionen, die euch die Initiativbewerbung bei den Unternehmen auf ALPHAJUMP noch mehr erleichtern. Damit könnt ihr euch zukünftig direkt über die Unternehmensprofile initiativ bewerben.

Viel Erfolg beim Bewerben wünscht euch

das gesamte ALPHAJUMP-Team

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Motivationsschreiben – Warum Du den Job bekommen solltest!

Wie der Name schon sagt, beinhaltet dieses Schreiben die ganz persönliche Motivation, für ein bestimmtes Unternehmen in einem bestimmten Job zu arbeiten. Aber bitte nicht vergessen: Das Motivationsschreiben ersetzt nicht das Anschreiben einer Bewerbung, sondern ergänzt es um weitere Angaben/Erläuterungen. Beispielsweise gehört ehrenamtliche Arbeit nur bedingt in Anschreiben, kann aber in einem Motivationsschreiben den entscheidenden Ausschlag zum Bewerbungsgespräch geben. Die Fähigkeiten und Kompetenzen, die hier dargestellt werden, verleihen der Bewerbung eine ganz individuelle Note. Dass dabei auch einiges schief gehen kann, liegt fast auf der Hand. Es ist nun einmal nicht so einfach, sich selbst in ein möglichst positives Licht zu rücken.

Daher geben wir euch ein paar Tipps an die Hand, wie euch das Verfassen des Motivationsschreibens garantiert leichter fällt:

Das gehört dazu:

  • Als Studierende habt ihr in eurem Motivationsschreiben Gelegenheit, eure selbst gesetzten Studienschwerpunkte zu erläutern
  • Außerdem solltet ihr erläutern, warum ihr euren Studiengang gewählt habt und in welchem Bereich ihr damit arbeiten wollt
  • Bezieht anschließend eure Studieninhalte und weitere persönliche Kompetenzen (wie z.B. ehrenamtliche Arbeit) auf die ausgeschriebene Stelle, was könnt ihr dem Unternehmen bieten, warum seid ihr anhand eurer Qualifikationen dafür geeignet
  • Ihr solltet auch formulieren, was ihr euch von der Tätigkeit im Unternehmen für eure weitere Karriere erhofft
  • Eventuell solltet ihr auch weitere für das Unternehmen relevanten Informationen (wie z.B. voraussichtliches Ende des Studiums) angeben

Das solltet ihr vermeiden:

  • Rechtschreib- und Grammatikfehler, am besten jemanden gegenlesen lassen
  • Schachtelsätze, besser möglichst einfache Sätze mit wenigen Fakten verwenden
  • Floskelhafte Ausdrücke und Binsenweisheiten
  • Nicht zu dick auftragen bei der Selbstdarstellung …
  • … aber auch nicht zu bescheiden sein
  • Nicht zu lang, maximal zwei Seiten sind angebracht, eine Seite ist besser

Was noch wichtig ist:

  • Informiert euch vor dem Verfassen gut über das Unternehmen und zeigt das in eurem Schreiben
  • Überlegt euch vorher genau, welche Kompetenzen für das Unternehmen interessant sind, denn ihr solltet nur Dinge nennen, die relevant sind
  • Kommt schnell auf den Punkt und redet nicht zu lange um das Wesentliche herum

Warum euer Motivationsschreiben für eure professionelle Darstellung auf ALPHAJUMP wichtig ist

Auf ALPHAJUMP könnt ihr euch mit nur einem Klick bei einem Unternehmen bewerben, umso wichtiger und aussagekräftiger ist hier natürlich euer Motivationsschreiben, um euch ins rechte Licht zu rücken. Denn das Unternehmen ist natürlich sehr daran interessiert, über euer Profil erste Eindrücke zu eurer Person zu gewinnen. In diesem Zusammenhang sollte das Motivationsschreiben so allgemein wie möglich formuliert sein: Warum studiert ihr? Was habt ihr bisher im Studium für Kompetenzen erworben? Welche Praxiserfahrungen reizen euch ganz besonders? Was könnt ihr den Unternehmen bieten? – Das sind die wichtigsten Fragen, die euer Motivationsschreiben auf ALPHAJUMP beantworten sollte. Dann steht eurem Karrieresprung über ALPHAJUMP nichts mehr im Weg.

Und das Beste: Habt ihr das Schreiben einmal formuliert, könnt ihr es auch für andere Bewerbungen einfach abwandeln – das spart euch viel Zeit!

Noch Fragen? Wir helfen euch gerne!

Euer ALPHAJUMP-Team

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Jobs im Mittelstand sind immer eine Überlegung wert

Klar, auf den ersten Blick wirkt eine Karriere in einem der namhaften Großunternehmen vielleicht attraktiv. Doch man sollte bei allem Prestige, den eine Anstellung bei einem solchen Unternehmen beinhaltet, die Chancen, die regionale mittelständische Unternehmen bieten, nicht außer Acht lassen. Denn nicht umsonst wird der Mittelstand auch als die „tragende Säule der deutschen Wirtschaft“ bezeichnet. Vielleicht verbirgt sich hinter einem solchen Unternehmen auch ein sogenannter „Hidden Champion“ – ein Unternehmen, welches zwar relativ klein und unbekannt, in seinem speziellen Bereich aber Marktführer ist.

Gerät man an ein solches Unternehmen – und das passiert leider häufig eher zufällig – hat man meist das große Los gezogen.

Mit dem Chef per Du

Ein klarer Vorteil, den mittelständische Unternehmen bieten, sind die flacheren Hierarchieebenen. Der Chef ist häufig allen Mitarbeitern – vom Praktikanten bis zum Abteilungsleiter – bekannt und nicht selten per Du mit seinen Angestellten. Ein „Wir-Gefühl“ unter den Angestellten zu kreieren, ist in kleineren Unternehmen daher viel leichter. Dass sich der Chef seinen Mitarbeitern auch eher verbunden fühlt, wenn er sie persönlich kennt, versteht sich dabei von selbst. Eine Kündigung gegenüber einem „Unbekannten“ auszusprechen, fällt dem Vorstand eines großen Konzerns wahrscheinlich weniger schwer, als dem Chef, der um die persönliche Situation seiner Mitarbeiter weiß.

Aufstiegschancen zum Greifen nah

Wer in seinem Beruf aufsteigen will, hat in einem regionalen Unternehmen ebenfalls bessere Möglichkeiten. Eigene Qualifikationen lassen sich besser herausstellen und gehen nicht in der Masse der Konkurrenten unter. Denn in mittelständischen Unternehmen ist die Meinung des einzelnen Mitarbeiters eher gefragt, die Chance, sich selbst in die Entwicklung der Firma einzubringen also viel größer. So wird man auch häufiger mit eigenen Projekten betraut, die man selbstständig leitet.

Es lohnt sich also in jedem Fall, sich erst einmal in der eigenen Region schlau zu machen, bevor man bei der Jobsuche sofort auf die Angebote der „ganz Großen“ schielt. Denn vielleicht sitzt der viel interessantere Arbeitgeber ja direkt um die Ecke!

Was bevorzugt ihr? Den bekannten Konzern oder den „Hidden Champion”?

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Nach fünf Minuten ausgemustert

Das ist sie, die Stellenausschreibung, auf die du schon lange wartest. Das Bewerberprofil passt und du siehst dich der Herausforderung gewachsen. Es heißt also: Bewerbung schreiben. Lebenslauf, Anschreiben, Qualifikationen und Fähigkeiten hervorheben – die meisten Bewerber stecken Stunden in das Schreiben einer Bewerbung. Denn natürlich sollte das nicht auf die leichte Schulter genommen werden – wer den Job bekommen möchte, muss sich anstrengen.

So weit, so gut; doch die Kehrseite der Medaille ist, wie eine aktuelle Studie des ICR, an der sich 250 Personalverantwortliche beteiligt haben, zeigt: Den einzelnen Bewerbungen wird meist weniger als fünf Minuten Zeit geschenkt. Mehr als ein Drittel verwendet auf die Bewerbungsdurchsicht sogar nur zwei bis drei Minuten. Zugegeben, dabei handelt es sich vor allem um eine erste Sichtung, aber diese Zeitangabe ist doch sehr ernüchternd. Leider beinhaltete die Studie dabei nicht, auf was die Personaler in dieser kurzen Inaugenscheinnahme besonders achten. Sie zeigt aber, dass in dieser Zeit über ein „go oder nogo“ entschieden wird. Fünf bis zehn Minuten wird für eine zweite Durchsicht verwendet, in der die fachliche Eignung genauer unter die Lupe genommen wird. Kommt ein Kandidat für ein Vorstellungsgespräch infrage, investieren die Verantwortlichen immerhin etwa zwanzig Minuten. Und noch etwas zeigt die Studie: Mittelständische Unternehmen lassen sich bei der Bewerbungsdurchsicht am längsten Zeit.

Und welche Schlüsse ziehen wir daraus? Dass es sich trotzdem lohnt, Arbeit in die eigene Bewerbung zu stecken, denn der ersehnte Job ist es allemal wert. Und dass auf die Präsentation der eigenen Qualifikationen besonders geachtet werden sollte. Denn die Kompetenzen, die für die jeweilige Bewerbung besonders wichtig sind, sollten so herausstechen, dass sie im Zweifelsfall innerhalb der zwei Minuten Zeit, die ein Personaler in die Bewerbung investiert, auf jeden Fall gesehen werden. Und wenn es dann dennoch für eine Einladung zum Gespräch nicht reicht, ist man in jedem Fall wieder um einige Erfahrung reicher und kann beim nächsten Mal die Bewerbung noch weiter optimieren.

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Wo suchen Studierende nach Jobs?

Eine Frage, die uns natürlich schon länger beschäftigt, ist, wie und vor allem wo Studierende eigentlich nach Jobs suchen? Google? Arbeitsamt? Also habe ich in einem kleinen „Selbstversuch“ mithilfe der Suchmaschine das Web ca. 30 Minuten lang nach Studenten- und Absolventenjobs durchforstet. Das ist natürlich eine recht kurze Zeit, aber gleichzeitig wollte ich auch sehen, wie weit ich innerhalb dieser Zeitspanne komme – meine Befürchtungen wurden übertroffen …

„Dein Job rettet die Welt“ – sieht so ein seriöses Angebot aus?!

Der Suchbegriff „Jobsuche Student“ ergibt zwar jede Menge Treffer (mehr als 3 Mio., um genau zu sein), was auch nicht verwundert, doch bei dieser großen Vielzahl den Überblick zu behalten, ist recht schwierig. Zweiter Versuch, ich grenze die Region ein: „Jobsuche Student Rheinland-Pfalz“ – also bundeslandspezifisch. Die Ergebnisse werden weniger (dennoch mehr als 1 Mio.), aber sobald ich mich auf einigen der Treffer umsehe, beschleicht mich das Gefühl, dass der Großteil der dort angebotenen Stellen gar nicht in Rheinland-Pfalz direkt verortet ist, wie sich nach einem Klick auf die einzelnen Angebote bestätigt. Viele scheinen noch dazu mehr als dubios zu sein. So locken häufig die Überschriften wenig seriös mit einem horrenden Verdienst – oder gar mit „Dein Job rettet die Welt“. Hinzu kommt, dass die Zahl der Treffer auf den einzelnen Seiten eher gering ist (meist etwa 100) im Verhältnis zu der Größe des Bundeslandes, in dem es doch mehrere größere Städte gibt. Praktika und Werkstudentenstellen bzw. Nebenjobs, die in irgendeiner Form fachlichen Bezug haben, sind nur ganz vereinzelt vertreten. Insbesondere regionale mittelständische Firmen sind überhaupt nicht zu finden. Auf Anhieb habe ich keine einzige Seite gefunden, die einen einigermaßen vernünftigen Überblick bietet.

Ingenieur gewinnt

Für Absolventen stellt sich die Situation noch schwieriger dar. Auch hier bringt die Suchkombination „Jobsuche Absolvent Rheinland-Pfalz“ zwar einige Treffer („nur“ noch 200.000), doch die aufgerufenen Seiten bieten fast immer ein anderes Bild: Entweder werden die Stellen dann doch „bundesweit“ ausgeschrieben oder die Firmen sind außerhalb von dem Bundesland angesiedelt, in dem ich suche. Regionale Firmen sind auch hier kaum vertreten. Und noch etwas anderes fällt auf: Die gefundenen Jobangebote sind fast ausschließlich in der digitalen Industrie verortet – also von solchen Firmen, die sich täglich sowieso ausgiebig mit dem Internet beschäftigen, somit auch eine höhere Affinität zu Stellenanzeigen im Internet haben. Was auffällt: Für die allermeisten Abschlüsse sind im Internet über diese Stellenbörsen überhaupt keine Angebote zu finden. Die besten Chancen haben scheinbar Ingenieure und BWL-Absolventen. Ich muss nur am Rande erwähnen, dass es umso problematischer wird, je mehr man bei der Suche die Region eingrenzt. Regionale mittelständische Firmen sind auch hier nicht vertreten.

Bei einschlägig bekannten Jobbörsen ist das Problem dagegen meist ein anderes: hier lässt sich leider meist nicht die Statusgruppe auswählen – also ob man als Student oder Absolvent eine Stelle sucht – weswegen man sich durch eine große Fülle an Stellen durchkämpfen muss, um dann festzustellen, dass keine geeignete dabei ist.

Auf den ersten Blick: Enttäuschende Bilanz

Insgesamt ist mein Feldversuch mehr als enttäuschend. Zwar habe ich dafür auch nur relativ wenig Zeit aufgewendet, aber das zeigt auch, wie viel Zeit man investieren müsste, um nach geeigneten Jobs, egal, ob Neben- oder Vollzeitstelle, zu suchen. Und ich befürchte, dass auch mit einem immensen Zeitaufwand dabei nicht viel herauskommen würde. Das kann aber doch nicht der Sinn der Sache sein? Auf der einen Seite ist aus aller Munde der Begriff „Fachkräftemangel“ zu hören, auf der anderen Seite wissen die vorhandenen Fachkräfte nicht, wo sie überhaupt suchen sollen …

Uns interessieren eure „Karrieresprünge“: Wie habt ihr euren Studentenjob gefunden? Wie seid ihr nach dem Studium ins Berufsleben gestartet? Vor allem wie sucht Ihr und was würdet Ihr euch wünschen, wenn Ihr die Suche optimieren würdet?

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Berufseinstieg mit Bachelor?

Ein Artikel auf Spiegel Online zum Thema Berufseinstieg von Bachelor- und Masterstudenten hat uns dazu veranlasst, eine Umfrage auf unserer ALPHAJUMP-Fanpage auf Facebook zu starten. “Berufseinstieg mit Bachelor – sind Bachelor überhaupt Akademiker oder ist der Master ein Muss?“ – lautete die Frage. Auch wenn die Umfrage natürlich nicht repräsentativ ist, lieferte sie mir einen Anlass, einige Überlegungen zur Praxiserfahrung während des Studiums anzustellen.

Studierende sind sich unsicher

„Kommt auf den Studiengang/die Hochschule an“ – wurde von der großen Mehrheit geantwortet. Das zeigt meiner Ansicht nach vor allem eins: Unsicherheit und Skepsis vieler Studierender hinsichtlich der seit der Bologna-Reform eingeführten Studienmodelle. Denn viele BA/MA-Studiengänge, die an den „klassischen“ Studiengängen angelehnt sind, erwecken auf den ersten Blick den Eindruck, mit der heißen Nadel gestrickt zu sein. Alte Inhalte wurden sortiert, zusammengekürzt, neu strukturiert und in ein anderes Format gepackt. Die Folge ist in den meisten Fällen eine Überfrachtung mit Lehrinhalten und eine nun stark verschulte Struktur – vielen Studierenden fehlt die Selbstbestimmung im Studium und nur die wenigsten haben die Zeit, gleichzeitig praktische Erfahrungen zu sammeln. Immerhin hat sich ein Ziel der Bologna-Reform bisher scheinbar bestätigt: Die Absolventen beenden ihr Studium früher. Dies lässt zumindest eine Studie vermuten. Dennoch scheinen viele Studierende sich nach ihrem Bachelorabschluss noch nicht ausreichend auf den Beruf vorbereitet zu fühlen und entschließen sich für einen aufbauenden Masterstudiengang.

Kommt es tatsächlich auf Studiengänge und Hochschule an?

Aus eigener Erfahrung neige ich dazu, dem zuzustimmen: Gerade in den geisteswissenschaftlichen Fächern erscheint der Bachelor kaum ausreichend, Praxiserfahrung zu vermitteln, um einen sofortigen Berufseinstieg zu gewährleisten. Als Absolventin eines solchen Faches und zudem ehemalige Magister-Studentin wage ich zu behaupten, dass sechs Semester Bachelor in einem geisteswissenschaftlichen Fach gerade einmal ausreichen, um die Grundlagen der einzelnen Disziplinen zu vermitteln. Hinzu kommt die Unsicherheit, die ein solches Studienfach hinsichtlich der späteren Berufswahl in sich birgt. Denn es bietet sich für die Absolventen kein klar umrissener Stellenmarkt. Die wenigsten Studierenden in geisteswissenschaftlichen Fächern wissen bereits während ihres Studiums, wie es danach beruflich weitergehen soll. Gerade in diesen Fächern ist eine möglichst frühe Praxisorientierung also besonders wichtig. Leider führt dies häufig zu einem anderen Problem: Durch die Menge an Inhalten und die straffen curricularen Vorgaben der einzelnen Studiengänge bleibt genau dafür nicht genug Zeit – es sei denn, man leistet sich doch ein paar Semester mehr. In unserer Umfrage zeichnet sich dies mit ein wenig Interpretationsspielraum in den Stimmen für die „alten“ Studienabschlüsse wie Magister und Diplom ab. Denn diese boten einen größeren Spielraum, sich durch Spezialisierung innerhalb des Faches oder durch Praktika einer späteren Berufswahl anzunähern.

Auf den ersten Blick scheint die Situation in Fächern, wie beispielsweise BWL, Informatik oder Bereiche der Wirtschaftswissenschaften, denen sich ein klareres Berufsbild und ein breiteres Stellenangebot eröffnet, anders zu sein. Ausschlaggebend dafür ist, dass in diesen Fächern häufig ein Praktikum fester Bestandteil des BA-Studiums ist. Denn auch hier spielt die Verbindung zwischen theoretischen Inhalten und praktischer Umsetzung eine große Rolle für den späteren Berufseinstieg. Jedoch ist zusammengenommen immerhin ein Viertel der Meinung, dass die wichtigsten praktischen Fähigkeiten erst im späteren Beruf erlernt werden bzw. dass viele sich erst mit einem Masterabschluss gut auf das Berufsleben vorbereitet fühlen.

Fazit

Insgesamt scheint sich somit die Aussage „Kommt auf den Studiengang/die Hochschule an“ zu bestätigen. Der Stellenwert der Praxiserfahrung wird dadurch keineswegs gemindert, sondern viel mehr untermauert. Denn die Unsicherheit bezüglich der späteren Berufswahl können die Art der Hochschule oder der Studiengang den Studierenden nicht nehmen. Ausschlaggebend ist letztlich immer, wie klar die Vorstellungen des Einzelnen hinsichtlich des Berufswunsches sind und mit welchen Mitteln dieses Ziel verfolgt wird.

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