Bewerbungsfotos

Das Bewerbungsfoto ist seit der Einführung des AGG (Antidiskriminierungsgesetzes) zwar keine Pflicht mehr, dennoch raten wir bei einer Bewerbung nicht darauf zu verzichten! Ein erster positiver Eindruck ist bei jeder Bewerbung mehr als vorteilhaft. Insbesondere wenn man bedenkt dass Personalverantwortliche sich im Schnitt nur rund zwei Minuten Zeit pro Bewerbung nehmen. Da sollte man versuchen sich mit einem professionellen, freundlichen und der Position angemessenen Bewerbungsfoto von der Masse abzuheben und zum weiterblättern zu animieren.

Die Basics:

Die nachfolgenden Hinweise sind den meisten zwar klar, aber da sie dennoch häufig genug vergessen werden, führen wir Sie der Vollständigkeit halber auf:

  • Gepflegte Erscheinung:
    • ordentlich gekämmte Haare (keine abstehenden Strähnen oder Härchen)
    • Fussel- und fleckenfreie Kleidung die faltenfrei ist
  • Farbige Kleidungsstücke sind je nach Bereich und Position auf die sich beworben wird durchaus in Ordnung, aber man sollte grelle Farben vermeiden und nicht mehrere Farben mischen. Das Foto darf nicht chaotisch wirken! Ein farbiges Teil kombiniert mit einem dunklen Oberteil (Jackett, Blazer) wäre passender.
  • Männer können je nach Beruf durchaus auf ein Jackett oder einen Anzug verzichten und stattdessen in einem einfarbigen Hemd posieren, Frauen können beispielsweise anstatt dem Blazer eine Strickjacke tragen.
  • Absolutes Tabu: Rollkragen Pullover und kurze Ärmel denn das wirkt viel zu leger.
  • Schmuck ist definitiv erlaubt, aber bitte darauf achten dass es dezent bleibt! Ein Schmuckstück sollte niemals der Eyecatcher eines Bewerbungsfotos sein.
  • Männer mit Anzug sollten unbedingt auf einen ordentlich gebundenen Krawattenknoten achten. Youtube bietet hierzu zahlreiche Tutorial, auch in verschiedenen Perspektiven. Hier zum Beispiel ein Windsor
  • Damen bitte das Make-Up checken! Wenn auf dem Foto im Gesicht einen komplett anderen Hautton hat als am Hals, irritiert den Betrachter und schön ist das auch nicht! Außerdem kein übertriebenes Abendmakeup schminken und knallbunt schon gar nicht. Hier darf es lieber etwas natürlicher sein.
  • Retusche ist grundsätzlich absolut in Ordnung, denn damit können unerwünschte Pickel, Hautunebenheiten, Glanzpartien oder auch Augenringe entfernt werden. Aber Vorsicht: Muttermale und Narben dürfen nicht entfernt werden! Auch die Gesichtskonturen sollten nicht angepasst werden, denn die verfremden das tatsächliche Aussehen.

Vorbereitung:

Sprecht Euch vorher genau mit Eurem Fotografen über den Ablauf des Shootings ab. Es empfiehlt sich aber grundsätzlich:

  • einige Tage vor dem Shooting nochmal zum Frisör gehen um Schnitt und Farbe aufzufrischen.
  • mehrere Outfits zum Shooting mitbringen, so bleibt Ihr bei der Auswahl der Hintergründe flexibel.
  • Unbedingt Kamm und Make-Up auch einpacken, so könnt Ihr vor Ort Glanzstellen nachpudern oder bei Bedarf Euer Make-Up auffrischen

DON’T do it yourself!

Bitte keine Selbstversuche. Wir raten dringend von selbstgemachten Fotos ab! In der Regel werden diese einfach nicht professionell und sehen billig aus. So läuft man schlimmstenfalls Gefahr seine gesamte Glaubwürdigkeit mit der DIY Aktion zu gefährden. Bewerbungsfotos sind sicherlich nicht besonders günstig, aber schließlich investiert man damit in seine Karriere. Also bitte direkt zum Profi!

Up to date

Keine veralteten Fotos verwenden! Ja, Bewerbungsfotos sind immer eine kleine Investition und es ist vielleicht ärgerlich wenn man noch welche übrig hat. Aber wenn man beim Bewerbungsgespräch vom Personaler nicht wiedererkannt wird, beginnt das Jobinterview mit Irritation und daher unter denkbar schlechten Voraussetzungen. Man möchte dann auch nicht als Erstes erklären müssen warum man bei den Fotos geschlampt und gegeizt hat.

Der goldene Schnitt

Die gängigen Formate variieren zwischen 6 mal 4 oder 9 mal 6 cm. Dabei ist das Hochformat etwas klassischer und das Querformat fällt mehr auf. Hier sollte sich jeder Bewerber individuell entscheiden, besonders in Hinsicht auf den Bereich und die Position auf die er/sie sich bewirbt. Grundsätzlich sollte man aber vom Ganzkörper-Porträt absehen, davon dürfte einem aber auch jeder seriöse Fotograf abraten!

Position

Hier gilt die Faustregel: Immer der Nase nach. Das bedeutet dass das Bewerbungsfoto so in die Unterlagen eingefügt werden sollte, dass der Bewerber immer in, nie aus der Seite herausschaut!

Schwarzweiß oder in Farbe?

Auch eine klassische Frage. Im Grunde hängt die Wahl ganz von der persönlichen Präferenz ab. Bei Schwarzweißaufnahmen sollte man besonders auf den Kontrast achten. Ist der Hintergrund hell sollte die Kleidung dunkel sein und umgekehrt, denn sonst wirkt das Bild langweilig und fade. Da alle Fotos ja in Farbe aufgenommen werden und erst im Nachhinein digital bearbeitet, also Schwarzweiß gemacht werden, könnt Ihr Euch den direkten Vergleich machen. Dabei berät Euch Euer Fotograf auch gerne!

Wir wünschen Euch viel Erfolg beim Bewerben!

Viele Grüße
Euer ALPHAJUMP-Blog-Team

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Deutschlandweit gibt es jährlich unzählige Karrieremessen die den direkten Kontakt zu Personalverantwortlichen in Unternehmen bieten. Hier ist es enorm wichtig einen guten Eindruck zu machen, wenn man sich bereits bei diesen Arbeitgebern beworben hat oder es noch vorhat.
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Das Bewerbungsfoto ist seit der Einführung des AGG (Antidiskriminierungsgesetzes) zwar keine Pflicht mehr, dennoch raten wir bei einer Bewerbung nicht darauf zu verzichten! Ein erster positiver Eindruck ist bei jeder Bewerbung mehr als vorteilhaft. Insbesondere wenn man bedenkt dass Personalverantwortliche sich im Schnitt nur rund zwei ....
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