Arbeitsvertrag: Erst lesen, dann unterschreiben!

Traumjob geangelt? Congrats! Aber bevor Ihr den Arbeitsvertrag blind unterschreibt, solltet Ihr ihn gründlich und aufmerksam durchlesen. Wir haben nicht alle Jura studiert und kennen uns daher nicht mit rechtlichen Dokumenten wie einem Arbeitsvertrag aus.

Arbeitsvertrag unterschreiben

Natürlich will man dem künftigen Arbeitgeber nichts unterstellen! Und im Freudentaumel über den neuen Job würde man den Vertrag am liebsten sofort vor Ort unterschreiben. Aber wenn man sich rechtlich mit einer Unterschrift bindet, sollte man sich auch ganz sicher sein, dass auch alle vorab besprochenen Punkte im Vertag stehen und auch das alles mit rechten Dingen zugeht. Denn ein unterzeichneter Arbeitsvertrag ist ein juristisch belastbarer Nachweis über Eure Vereinbarungen mit dem Arbeitgeber.

Er kann erst durch eine Kündigung oder im gegenseitigen Einvernehmen wieder aufgelöst werden. Wir haben hier einmal wichtige Punkte zusammengefasst, die Ihr bei einem Arbeitsvertrag beachten solltet.

Was gehört in einen Arbeitsvertrag?

 

    • Befristung des Arbeitsverhältnisses: Steht im Arbeitsvertrag auch das was zuvor vereinbart wurde? Bedenkt außerdem dass eine Befristung in der Regel nicht länger als zwei Jahre betragen darf.

    • Eintrittsdatum und Arbeitsort: Ab wann beginnt Euer Arbeitsverhältnis? Unbedingt überprüfen ob das korrekte Datum angegeben ist. Das ist sinnvoll sofern das Unternehmen mehrere Niederlassungen hat.
    • Funktion, Stellung im Betrieb und der Aufgabenbereich: Eure künftigen Aufgaben sollten hier festgehalten werden, allerdings auch nicht zu detailliert. Besonders in kleinen Betrieben werden Mitarbeiter oft etwas flexibler eingesetzt.
    • Wöchentliche Arbeitszeit: In der Regel sind 40 Stunden die Woche üblich, aber es gibt natürlich viele Ausnahmen, wenn man beispielsweise nicht in Vollzeit angestellt ist oder Schichtdienst hat.
    • Überstunden: Es ist gesetzlich geregelt dass Überstunden mit einem Lohnzuschlag von 25% entlohnt werden oder aber durch Freizeit in gleicher Dauer. Achtet unbedingt darauf dass keine ungenauen Regelungen oder Formulierungen dazu in Eurem Arbeitsvertrag stehen, denn das kann später zu Konflikten führen.
    • Gehalt: Inklusive aller Zulagen, Abzüge oder eventueller Sondervergütungen (13. Monatslohn, Urlaubsgeld, Boni, Umsatzbeteiligung, Firmenwagen, bezahlte Fort- und Weiterbildungen) sowie Überstundenregelungen.
    • Urlaub: Arbeitsvertrag Urlaub Gesetzlich stehen Arbeitnehmern bei einer sechs-Tage-Woche mindestens 24 Urlaubstage zu. Bei einer fünf-Tage-Woche sind es mindestens 20. So kommen Arbeitnehmer auf rund vier Wochen Urlaub pro Jahr.
    • Krankheitsfall: Wer auf Grund von Krankheit nicht zur Arbeit erscheint, mus dies direkt am ersten Tag dem Arbeitgeber melden. Bei einer Abwesenheit von mindestens drei Tagen muss dann auch zusätzlich eine Krankmeldung vorgelegt werden. Es kann allerdings sein, dass im Arbeitsvertrag gefordert wird, eine Krankmeldung ab dem ersten krankheitsbedingten Fehltag vorzuweisen.
    • Probezeit: darf maximal sechs Monate betragen, wobei häufig vom Arbeitgeber nur drei vertraglich gefordert werden. Ausnahmen gibt es nur bei Staatsstellen
    • Konkurrenzverbot:Hier sollte man sich am besten fachlichen Rat holen um zu klären ob Ihr Euch damit nicht selbst am Ende ein Bein stellt. Wenn beispielsweise eine Klausel besagt dass Ihr nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses erst nach einer bestimmten Zeit bei einem Konkurrenzunternehmen arbeiten dürft, kann Euch das gegebenenfalls schaden. Denn wenn Ihr dies ignoriert, droht eine Regressforderung. Besteht Euer künftiger Arbeitgeber jedoch hierauf, dann verhandelt eine Abmachung die für Euch akzeptabel ist.

 

Seid vor allem bei Versprechen aller Art vorsichtig! Falls Euch im Bewerbungsgespräch eine Lohnerhöhung beispielsweise nach der Probezeit zugesichert wurde, dann sollte das auch unbedingt im Arbeitsvertrag verankert sein.

In jedem Fall gilt: wenn es Formulierungen oder Klauseln gibt die Euch irritieren oder mit denen Ihr nicht vertraut seid, dann stellt Eurem Arbeitgeber diese wichtigen Fragen zum Arbeitsvertrag. Fragt gezielt nach und sollte Euch nach dem Gespräch immer noch etwas komisch vorkommen, scheut nicht davor Fachpersonen um Hilfe und Rat zu bitten. Denn: Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser! Euch sollte bei der Arbeitsvertragsunterzeichnung nichts unklar sein! Ganz generell gilt es keinen Vertrag unterschreiben ohne genau zu wissen was darin von Euch gefordert wird.

Bedenkt auch dass ein Arbeitsvertrag Verhandlungspunkte bietet wie das Eintrittsdatum, das Gehalt, Anzahl der Urlaubstage, Urlaubs- und Weihnachtsgeld.

Was im Arbeitsvertrag nicht stehen darf, könnt Ihr hier nachlesen.

Euer ALPHAJUMP Blog-Team

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Arbeitsvertrag: Erst lesen, dann unterschreiben!
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Bevor Ihr einen Arbeitsvertrag unterschreibt, solltet Ihr ihn genau auf wichtige Klauseln prüfen und sicherstellen dass alle Vereinbarungen und Formulierungen eindeutig und korrekt aufgeführt sind.
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